Bildanschauung Thomas Huber, die Monographie zum Werkverzeichnis

Der Schweizer Künstler Thomas Huber (geb. 1955 in Zürich), Meisterschüler von Fritz Schwegler an der Kunstakademie Düsseldorf, hat bereits im Alter von 33 Jahren begonnen sein künstlerisches Werk systematisch zu ordnen. Im monumentalen Ölbild Die Bibliothek (siehe oben) aus dem Jahr 1988 verzeichnet Huber bereits sein gesamtes Oeuvre bis hin zu seinem Tod. Die Bibliothek ist der Versuch Hubers, sein gesamtes künstlerische Schaffen in einem Bild, in ein enzyklopädisches Gefäß zu verpacken: seine gemalten Bücher sind in einer speziellen Werksystematik in der Weise geordnet, das neben den Bedingungen des künstlerischen Werkes, insbesondere seiner Bilder, sogar die Produktions- und die Rezeptionsaspekte erfaßt sind. Auch Hubers fiktive Stadt Huberville ist in diesem Schlüsselbild bereits angelegt und findet in dem Panoramabild, das mittig in der Bibliothek dargestellt ist, ihren Ursprung. Thomas Huber erklärt, er habe, da alles in der Bibliothek vorbestimmt sei, sein künstlerisches Werk bei Lebzeiten nur noch auszufüllen. Er behauptet, ein Bild sei am besten in einem Bild aufgehoben.

Die Monographie, die als Buch, neben dem digitalen Werkverzeichnis erscheinen wird, thematisiert die wichtigsten Themen, Methoden und Strategien im Werk von Huber. In einer reflektorischen Distanz werden übergeordnete künstlerische und strategische Grundprinzipien der künstlerischen Arbeit Hubers herausgestellt. 


weitere Veröffentlichungen von B. Klompmaker

  • Der Denkende Künstler, Beate Klompmaker im Gespräch mit Bazon Brock und Thomas Huber. Die Publikation ist im trafo Verlag in Berlin im Herbst 2016 erschienen. (Preis:14,80,-€)
  • Thomas Hubers sureerales Grün: Von AU-AU nach AH-AH, Museumsblog Museum Marta Herford, 2016 zum Bild AH AH, das ausgestellt wird.
  • Herausgabe der Chronik und das Vorwort in: Ewige Chronik - Vecná kronika. Das Böhmische Dorf in Berlin-Neukölln (Rixdorf) in Geschichte und Gegenwart 1237-2012, von Manfred Motel, trafo Verlag, Berlin 2015, 368 Seiten mit einem Orts- und Personenregister und 200 Abbildungen.
  • Vorlass Der Nachlass zu Lebzeiten, in: art value, Herbstausgabe, Berlin 2014. Eine Zeitschrift für Sammler.
  • Der Rote Fries au Bazacle, in: La revue A( ) C 1, Festival International d’Art Toulouse, Editions Courtes et Longues, Paris 2014, (fr, en), S. 97-112.
  • Thomas Huber, Lexikonbeitrag auf SiKART, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Beitrag von Beat Wismer, Biographische und Bibliographische Angaben von Beate Klompmaker, Bern 2014.